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Das Kunstmagazin ART zeichnet in jedem Jahr die beste Ausstellung des Vorjahres mit einem Kuratorenpreis aus. Am 10. April wird in Köln im Rahmen einer Festveranstaltung bekannt gegeben werden, welche Ausstellung aus dem deutschsprachigen Raum den renommierten Preis erhält. Zwölf Ausstellungen des Jahres 2024 wurden für diese Auszeichnung nominiert und auf diese Weise als besonders gelungene kuratorische Projekte identifiziert.
Zu den nominierten Projekten zählt die Ausstellung „Caspar David Friedrich. Kunst für eine neue Zeit“, die Johannes Grave gemeinsam mit Markus Bertsch von der Hamburger Kunsthalle konzipiert hat. Die Ausstellung verband eine umfassende Retrospektive über das malerische und zeichnerische Werk des romantischen Künstlers mit der leitenden Fragestellung nach dem Verhältnis von Mensch und Natur. Friedrichs Bilder, so der Vorschlag der Kuratoren, eröffnen die Möglichkeit, hinter die Naturauffassung der Moderne zurückzutreten und nach einem alternativen Verständnis der Beziehung zwischen Mensch und Natur zu fragen. Dass es dabei sehr unterschiedliche Optionen gibt, Friedrichs Werk auf mögliche Bezüge zu unserer Gegenwart zu befragen, führte ein Ausstellungsteil vor Augen, in dem zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler an Bilder des Romantikers anknüpften, um sich mit aktuellen Herausforderungen wie dem Klimawandel und der drohenden Ökokrise zu beschäftigen.
Die Ausstellung ist nicht nur in dem von Markus Bertsch und Johannes Grave herausgegebenen Katalog „Caspar David Friedrich. Kunst für eine neue Zeit“ (Hatje Cantz Verlag) dokumentiert, sondern kann weiterhin auch in einem digitalen 360°-RundgangExterner Link besucht werden.