polnische Sprache

Polnisch für Historiker

Lehrveranstaltung im SS 2025
polnische Sprache
Foto: AdobeStock

Im Sommersemester 2025 bietet der Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte wieder Polnisch für Historiker an:

Polnisch für Historiker*innen: Quellen zu den Orten der Shoah in Polen
                                               

Dozentin: Dr. Katrin Stoll

Zeit/ Ort: Di. 08 - 10 Uhr im SR 168, UHG

Die Übung verbindet das Lernen der polnischen Sprache mit dem Studium historischer Quellen. Wir werden sowohl Quellen aus der Zeit der deutschen Besatzung in Polen lesen und analysieren als auch Quellen von polnisch-jüdischen Überlebenden, die nach der Befreiung von der deutschen Besatzung im Rahmen ihrer Tätigkeit für die Zentrale Jüdische Historische Kommission (Centralna Zydowska Komisja Historyczna, 1944–1947) und das Jüdische Historische Institut in Warszawa an die Tatorte fuhren, um die NS-Verbrechen zu dokumentieren mit dem Ziel, die Täter strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen und die ersten Quellensammlungen und Studien zu produzieren. Wir werden zudem Passagen aus den Outtakes von Claude Lanzmanns Film „Shoah“ besprechen. Im Vordergrund der Übung stehen folgende Tatorte: das Warschauer Ghetto (1940–1943), das die deutschen Besatzer in unmittelbarer Nähe zur polnischen Bevölkerung im Norden der Stadt errichteten; das NS-Vernichtungslager Treblinka, das die SS zum Zweck der Ermordung der Ghettobevölkerung in Warszawa baute und in dem Juden und Jüdinnen aus fast allen von Deutschland besetzten Ländern ermordet wurden; das erste NS-Vernichtungslager in Chelmno nad Nerem („Kulmhof“), in dem die Deutschen und ihre polnischen Helfer Anfang Dezember 1941 damit begannen, jüdische Männer, Frauen und Kinder aus der Umgebung in Lastwagen zu ermorden.

Im ersten Teil der Übung werden wir die Lektüre und Übersetzung des Tagebuchs von Adam Czerniaków fortsetzen (Fortsetzung WS 2024/2045). Neueinsteiger/innen sind willkommen!

Erforderlich sind elementare Lesekenntnisse im Polnischen. Sprachliche Hilfestellung wird vor allem im übungsbegleitenden Tutorium geboten. Wer Interesse an der Übung, aber noch keine Sprachvorkenntnisse erworben hat, ist herzlich eingeladen, dies nachzuholen — etwa durch die Belegung eines Kurses im Sprachenzentrum der FSU und/oder im Rahmen eines Intensivsprachkurses im Sommer in Polen — und in einem der nächsten Semester teilzunehmen.

Weitere Informationen zur Einschreibung finden Sie in FriedolinExterner Link.

Wszystkich zainteresowanych bardzo serdecznie zapraszamy! - Alle Interessenten sind herzlich willkommen!